Feuer Wasser Erde Luft

Da ist jener Mensch,
der sich am Feuer brennt, sich am Wasser verschluckt,
 den Wind immer im Gesicht hat und ständig zu Boden fällt.

 Er kennt den Schmerz, den Durst und die Verzweiflung
 und haßt zuweilen den, der sich wärmt am Feuer,
das Wasser trinkt, den Boden bestellt
und fliegt wohin der Wind ihn trägt,
der sich nicht wehrt und gelassen treibt.

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F

 “Da wurd ich selbst zu Feuer und wollte doch nur Feuer geben”,
 schrie lichterloh der Mensch und hatte seine Macht entflammt.

Anfang

W

Und wenn du zu jenem Ort kommst, wo alle Flüsse der Welt zusammenfließen
& alle Bäche
 & alle Ströme
 & alle Seen
& wo das Meer beginnt
& aufhört
& nicht beginnt
& nicht aufhört,
sondern einfach ist,

weiter

weiter

dort stürz dich ins Wasser, das unergründliche, keusche, tiefe.
Anfang, Leben, Geburt, Mutter, Wasser das war
 & ist & sein wird.

Anfang

E

Erde - sind wir aus dir getrieben, vom Bruder gezogen. Läßt nicht los und nährst unsern Tanz auf dir. Zeigst das Nahe bei Tag, den Horizont, wenn das Dunkel uns die Ruhe bringt und leichten Schritt auf deiner Haut.

Anfang

Im Sturm scheint die Kerze zu sterben, doch entfacht und vertragen wird ein heller Schein, wie Wolken, Rauch und der Staub längst vergangener Tage
-von hier nach dort
 und hält die Brise Wort-
auch wieder zurück.

Nur wenn der Wind geht, nehmen wir dich

weiter

weiter

L

 gewöhnlich wahr. Vielleicht auch noch am Meer salzgetränkt & feucht oder in den Städten versetzt mit Schwefel & Ruß, nicht so schön wie das Wasser, nicht so greifbar wie die Erde, nicht so radikal wie das Feuer, könnten wir doch ohne dich nicht leben.
Luft, Wind, Atem, Sturm, Freiheit, Leben!

Text: © 1998 Andreas Farbmacher & Stefan J. Schmeja (astro.uibk.ac.at/~schmeja)

Herzlichen Dank für die freundliche Erlaubnis den Text verwenden zu dürfen !

 

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